Häkelanleitung Cervelat - roh, gegrillt oder gehäkelt

 

Ein knisterndes Feuer, die Stecken sind gespitzt. Mit dem Sackmesser wird die Cervelatwurst an beiden Enden kreuzweise eingeschnitten und mittig auf die Stecken gespiesst. Dann beginnt das Bräteln, die Cervelat fängt an zu schwitzen und die Beine und Arme spreizen sich langsam. Immer mit der nötigen Distanz zur Hitze wird der Stecken gleichmässig gedreht, bis die Haut kross geröstet und der Cervelat-Krebs bereit zum Genuss ist. Es fehlt nur noch ein Klecks Senf und ein Stück Brot.

Dieses Bild weckt schöne Erinnerungen an Schulreisen und Grillfeste. Im Zuge der Industrialisierung hat die Cervelat einen Imagewandel von der Festtagswurst zur Alltagswurst durchgemacht. Sie ist der Stolz jedes guten Metzgers, doch es gab auch immer wieder Gerüchte, dass darin alle Schlachtabfälle verwurstet würden. Das hat vielleicht mit dem Namen zu tun, der an das französische cervelle erinnert. Vermutlich jedoch kommt der Name von einem Instrument der Renaissance, dem Wurstfagott, das auf Französisch Cervelas heisst.

Die zahlreichen Spitznamen der Cervelat, wie beispielsweise Arbeiterforelle oder Büezerkotelett, und Wortspielereien, wie Worst-Case-Salad oder die Cervelat-Prominenz,spiegeln die ambivalente Haltung der Schweizer zu der beliebten, und doch etwas verachteten Alltagswurst. Die gehäkelte Variante setzt der Nationalwurst ein ironisches Denkmal als Teil der Schweizer Identität, 100% vegan.

Die Anleitung kann entweder kostenlos als PDF heruntergeladen werden, oder auf Papier gedruckt im Rahmen eines Häkelsets bezogen werden.

Häkelset Cervelat
Häkelanleitung, Häkelnadel,Wollnadel, zwei verschiedenfarbige Garne, Stopfmaterial
Preis: 25 CHF